{"status": "failed"}{"status": "failed"} Die Philosophie hinter den beliebten schwäbischen Spätzle

Die schwäbishen Spätzle

Die Schwaben haben vor allem zwei Gerichte, die am besten mehrmals im Monat auf den Tisch kommen müssen: die Maultaschen und die Spätzle.

Die Spätzle sind nicht nur in Schwaben beliebt, sondern auch in der Schweiz und in Westösterreich.

Der Name Spätzle leitet sich vermutlich aufgrund der Form vom Wort Spatz ab, an das die schwäbische Verkleinerungsform “-le” drangehängt wird. Es gibt für diese Art Nudelspezialität auch noch andere Namen wie Knöpfle (vom Wort Knopf).

Im Schwabenland werden die Spätzle entweder als Beilage oder, vor allem mit Käse verfeinert, als eigenes Hauptgericht serviert. Der Spätzleteig wird aus Eiern, Mehl, lauwarmen Wasser oder manchmal auch mit Milch und Salz zubereitet. Beim Mehl hat sich zwischenzeitlich eine ganz eigene Philosophie entwickelt; eingefleischte Spätzlefans schwören auf doppelgriffiges Weizenmehl, im Handel gibt es sogar eigenes Spätzlemehl. In manchen Rezepten wird das Mehl mit Dinkelmehl oder feinem Mehl gemischt, weil dadurch weniger Klumpen entstehen.

Der Spätzleteig unterscheidet sich vom herkömmlichen Nudelteig vor allem dadurch, dass er viel weicher ist und nicht geknetet, sondern gerührt wird.

Auf welche Form auch immer die kurzen oder langen Spätzle entstehen, sie werden auf jedem Fall in Salzwasser gekocht, bis sie an der Oberfläche schwimmen.

Hier scheiden sich nämlich auch die Geister: Manche schwören darauf, die Spätzle zu schaben. Das bedeutet, dass der Teig über ein feuchtes Brett, das im Idealfall am Ende abgeschrägt ist, mit einem Messer oder einem speziellen Spätzleschaber ins kochende Salzwasser geschabt wird.

Manche pressen den Teig mit einer Spätzlepresse, die einer Kartoffelpresse sehr ähnlich ist, ins Wasser, wodurch lange, gleichmäßige Fäden entstehen.

Wieder andere hobeln die Spätzle mit einem Spätzlehobel ins Wasser, ein Spätzlehobel hat an der Oberfläche einen Behälter, in der der Spätzleteig eingefüllt wird, durch das Hin- und Herschieben tropfen die Spätzle durch die Löcher im Hobel ins Salzwasser.

Eine weitere Form, die ähnlich funktioniert wie der Spätzlehobel, ist das Spätzlesieb, bei dem der Teig mithilfe einer Teigkarte ebenfalls durch die Löcher ins Wasser gedrückt wird.

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